Sonntag, Februar 10, 2008

Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens an Ernst Woller

Mit 22 Jahren Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Wien und einst jüngster Kandidat für den Wiener Landtag und Gemeinderat, zählt Ernst Woller mit 53 Jahren nach wie vor zu den aktivsten Politikern der Bundeshauptstadt. Für seine innovative Bezirks- und Landespolitik in den vergangenen 32 Jahren wurde ihm am 6. Februar 2008 das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien“ verliehen.



Der Landtagsabgeordnete und Gemeinderat Ernst Woller studierte Informatik und Rechentechnik an der TU Wien sowie Politikwissenschaft und Pädagogik an der Universität Wien. Bereits mit dreizehn Jahren war er Mitarbeiter der Sozialistischen Jugend in Wien-Landstraße und mit 22 Jahren Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Wien. In den Wiener Landtag und Gemeinderat wurde Woller erstmals 1988 gewählt, als Nachfolger von Kurt Steyrer.

Ernst Woller, Bezirkvorsteher Erich Hohenberger


In den Jahren 1991 bis 1993 war er Mitglied des Bundesrates und wechselte dann erneut in das Stadtparlament, dem er als Landtagsabgeordneter und Gemeinderat seit 1993 ohne Unterbrechung angehört.

Als Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Kultur und Wissenschaft sowie als Ausschussmitglied für Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke sowie als stellvertretender Vorsitzender der Wiener Europakommission engagiert sich Ernst Woller insbesondere für die Vorrangstellung Wiens als internationale Kulturmetropole. Seine Innovationskraft setzt der Wiener Spitzenmandatar auch in seinem Bezirk Wien-Landstraße ein – ungebrochen seit 30 Jahren.

Ernst Woller, Hans Sevcik,
geschäftsführender Vorsitzender der SPÖ-Landstraße



Von 1978 bis 1988 war Woller Mitglied der Bezirksvertretung Landstraße und ist seit 30 Jahren auch Sektionsvorsitzender. „Die Arbeit in der Sektion macht immer noch Freude, und es ist mir stets wichtig, attraktive politische und kulturelle Programme zu bieten“, so Woller. Und wie hält sich der Vollblutpolitiker für all die Aufgaben fit?

„Seit den 80er Jahren laufe ich regelmäßig im Prater (bisher acht Marathons) und vor einigen Jahren kam die Begeisterung für das Tanzen hinzu, eine schöne Abrundung zu den übrigen Hobbies wie Lesen, Reisen, Kunst und Kultur “, so der Landtagsabgeordnete und Gemeinderat Ernst Woller.

Rückfragehinweis:
Hubert Greier
Echo Medienhaus, 1070, Schottenfeldgasse 24
Tel.: 01/526 26 76-954
Mail: hubert.greier@echo.at

Sonntag, August 19, 2007

Besuch des Nitsch-Museums

Gemeinsam mit KollegInnen aus dem Wiener Gemeinderat besuchte ich das Nitsch-Museum in Mistelbach.

Zufällig war auch Hermann Nitsch selbst anwesend - eine gute Gelegenheit für ein persönliches Gespräch.
Er ließ es sich nicht nehmen, uns bei unserem Rundgang zu begleiten.

Montag, März 19, 2007

Kulturzentrum Kabelwerk : VP-Kultursprecher stellt sich gegen Kultur-Investitionen

"Selbstverständlich wird von den Betreibern des Kabelwerks und den politisch Verantwortlichen des 12. Bezirks konsequent an der Konkretisierung des Projekts "Kulturzentrum Kabelwerk" gearbeitet", reagierte heute der Kultursprecher der SPÖ-Wien, Gemeinderat Ernst Woller, auf Aussagen von VP-Kultursprecher Wolf. "Wenn die neuen Leiter des Koproduktionstheaters dietheater zum jetzigen Zeitpunkt das Angebot auf eine zusätzliche größere Spielstätte nicht nutzen wollen, dann heißt das noch lange nicht, dass das Projekt Kabelwerk kulturpolitisch nicht gerechtfertigt wäre."

"Das Kabelwerk war schon in den vergangenen Jahren ein höchst interessanter kultureller Ort im Süden Wiens, der neben vielen soziokulturellen Projekten als interessante Spielstätte für die freie Theaterszene, aber auch für kulturelle Institutionen wie die Wiener Festwochen diente", so Woller.

Wenn die Stadt Wien im Zuge der Realisierung des Stadtentwicklungsprojektes auf den Gründen der ehemaligen KDAG auch für die kulturelle Infrastruktur zusätzliches Geld für ein Kulturzentrum im Süden Wien zur Verfügung stelle, "dann ist das ein Erfolg der Wiener Kulturpolitik."

Es sei skurril, dass Kulturpolitiker wie VP-Gemeinderat Wolf "immer wieder gegen Investitionen in die kulturelle Infrastruktur sind", bedauert Woller. "Wäre Gemeinderat Wolf nicht frühzeitig und auf eigenen Wunsch aus der von der Wiener ÖVP seinerzeit mitbeschlossenen Theaterreform ausgestiegen, müßte er nicht in künstlicher Aufregung versuchen, über den ÖVP-Pressedienst Informationen zur Theaterreform einzuholen."

Die Wiener Kulturpolitik unter der Verantwortung von Stadtrat Mailath-Pokorny werde auch weiterhin - unbeeindruckt von Zwischenrufen einzelner Oppositionsparteien - ihren Weg fortsetzen, mit Investitionen die Spitzenposition Wiens als vielfältige Kulturstadt abzusichern und auszubauen. "Ein neues zeitgemäßes "WUK" im Süden Wiens ist ein richtiger Schritt in diese Richtung", schloss Woller.

Mittwoch, Jänner 31, 2007

Serapionstheater - Stadt Wien ist an einer gemeinsamen Lösung interessiert

"Die Stadt Wien ist an einer Lösung für das Serapionstheater im Sinne der im Gemeinderat beschlossnen Theaterreform interessiert", sagte heute der Kultursprecher der SPÖ-Wien, Gemeinderat Ernst Woller, zur Dikussion um das Serapionstheater im Wiener Odeon. "Wesentlich dafür ist aber, dass die Kritikpunkte des Kontrollamtes ausgeräumt werden."

Auch mit anderen Theatern habe die Stadt in intensiven Gesprächen Lösungen gefunden, so Woller. "Mit dem Serapionstheater laufen bereits seit langem Verhandlungen und Gespräche. Unbestritten aber bleibt, dass die vom Kontrollamt beanstandeten Punkte gelöst werden müssen, damit es zu einer für alle akzeptablen Übereinkunft kommen kann!" schloss Woller.

Montag, Jänner 29, 2007

Ausstellungstipp: Esin Turan - Stadtlabyrinthe

Dauer der Ausstellung 25. Jänner bis 16. Februar 2007
geöffnet Di - Fr 9 - 17 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung

Die Kleine Galerie
1030 Wien, Kundmanngasse 30
Tel. 01/71 03 403, Fax 01/71 03 403 13
kleine.galerie@vhs.at, http://www.kleinegalerie.at/

Donnerstag, Jänner 11, 2007

Langfristige Lösung für Serapionstheater angepeilt

"Der Stadt Wien geht es keineswegs um ein Zusperren oder eine Enteignung des Serapionstheaters", stellte SP-Kultursprecher Ernst Woller am Donnerstag Bezug nehmend auf den Offenen Brief der Theaterleitung klar. Vielmehr geht es darum, eine konstruktive und tragfähige Lösung für die langfristige Sicherung des Hauses und der künstlerischen Arbeit der Betreiber zu finden, so Woller.

Konkret soll ein Stiftungsmodell geschaffen werden, das sich am Beispiel der "Theater in der Josefstadt Privatstiftung" orientiert und allen Beteiligten sowie Geldgebern die Möglichkeit zur Mitgestaltung einräumt. Damit soll auch auf die Anregungen des Kontrollamtes eingegangen werden, das in seinem Bericht heftige Kritik an der Konstruktion des Theatervereins Odeon geübt hat. "Die Vorschläge des Serapionstheaters über eine Stiftung haben die Kritikpunkte des Kontrollamtes bislang allerdings in keinster Weise ausgeräumt", so Woller.

VP-Kultursprecher Wolf habe offensichtlich dringend eine Auffrischung seines Erinnerungsvermögens nötig, fuhr Woller fort. Tatsächlich orientiert sich die Vorgangsweise des Wiener Kulturstadtrates an einem Beschluss aller im Gemeindrat vertretenen Parteien vom Februar 2005, dem zufolge dem Serapionstheater eine Zweijahresförderung zugesprochen wurde, unter der Voraussetzung, dass es bis 2006 zu einer gemeinsamen Klärung der zukünftigen Struktur kommt. "Daran wird derzeit sehr ernsthaft gearbeitet", erklärte Woller und fügte abschließend hinzu: "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung finden werden."

Freitag, Dezember 29, 2006

Westsahara: Vertrieben - Geflüchtet - Besetzt

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Mit diesen Worten beginnt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der UN verabschiedet worden ist.

Alljährlich wird zur Erinnerung an diesem Tag der „Internationale Tag der Menschenrechte“ abgehalten, den zahlreiche Organisationen zum Anlass nehmen, die Menschenrechtssituation weltweit kritisch zu betrachten und auf aktuelle Brennpunkte hinzuweisen.

Am 1. Dezember 2006 fand daher auch im Bildungszentrum der Wiener SPÖ eine Podiumsdiskussion statt, in der sich unsere Gäste mit dem Thema der Menschenrechtsverletzungen in Westsahara auseinandersetzten.

Es diskutierten unter Moderation von Petra Bayr, Abgeordnete zum Nationalrat und Entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ
  • Aminetu Haidar, Menschenrechtsaktivist aus den von Marokko besetzten Gebieten,
  • Mag.a Barbara Prammer, Erste Präsidentin des Nationalrats,
  • Mag.a Karin Scheele, Mitglied des Europäischen Parlaments und
  • Mag. Norman Spitzegger vom Nord-Süd-Institut.


Stichwort "Westsahara"
1975 nach dem Tod Francos zog sich Spanien aus seiner früheren Kolonie Westsahara zurück. Die bereits 1973 als Unabhängigkeitsbewegung gegen Spanien gegründete FRENTE POLISARIO rief im Februar 1976 die „Demokratische Arabische Republik Sahara“ aus. Marokko besetzte 1976 die nördlichen zwei Drittel des Westsahara-Gebietes und 1979, nach dem Rückzug Mauretaniens, auch den Rest des Territoriums. Trotz UNO-Vorstoß ist der Status des Gebietes bis heute ungeklärt und etwa 100.000 Sahauris leben in den besetzten Gebieten in Flüchtlingslagern.

Mittwoch, Dezember 27, 2006

Modeperformance "Spirit of Mozart" am 2.12.2006

Am 2.12.2006 eröffnete ich die Modeperformance "Spirit of Mozart", zu der StudentInnen aus der Slowakei und aus Tschechien selbstkreierte Designerstücke präsentierten.


Dienstag, Dezember 05, 2006

Woller: "Wiener ÖVP lehnt wichtiges modernes Kulturzentrum ab!"

"Die Stadt Wien beabsichtigt, in einem der wichtigsten Stadtentwicklungsgebiete im Süden Wiens, im Kabelwerk, ein neues zeitgemäßes Kulturzentrum - ein modernes WUK - zu errichten. Die Ablehnung des VP-Kultursprechers ist vollkommen unverständlich", reagierte heute der Kultursprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Ernst Woller, auf Aussagen von VP-Wolf. "Insbesondere auch deshalb, weil dieses Zentrum von der seit Jahren erfolgreichen IG Kabelwerk betrieben werden soll, bei der sich auch die Bezirke im Süden Wiens mit ihrer Kulturarbeit einbringen können."

Außerdem sei daran gedacht, das Kulturzentrum auch temporär für freie Theaterproduktionen zu nutzen, so Woller. "Wenn der VP-Kultursprecher Wolf dagegen ist, kann er unmöglich in den letzten Jahren die erfolgreiche Arbeit der IG Kabelwerk verfolgt haben." So seien in den letzten Jahren viele spannende Theaterprojekte realisiert worden - so zum Beispiel das Faust-Projekt von Peter Stein oder "Warten auf Godot", gespielt von Flüchtlingen und BewohnerInnen des Wiener Integrationshauses.

Darüber hinaus habe es wichtige soziokulturelle Projekte gegeben - "so war das Kabelwerk ein Ort, wo Graffiti-Künstler erfolgreich gearbeitet haben, was unter anderem dazu geführt hat, dass diese Künstler auch von den Wiener Linien eingeladen wurden, Wände zu gestalten."

"Es ist daher höchst erfreulich, dass für Bau und Gestaltung des neuen Kulturzentrums zusätzliche Mittel in Höhe von 5 Mio Euro vom Finanzstadtrat bereitgestellt werden", unterstrich Woller. "Wenn die ÖVP trotzdem gegen diese kulturelle Investition stimmt, dann reiht sich das eine Reihe von Ablehnungen wichtiger Kulturinvestitionen durch die ÖVP." Offensichtlich habe die ÖVP ein Problem damit, "dass zeitgenössische Projekte auch in sogenannten "Arbeiterbezirken" realisiert werden", schloss Woller.

Freitag, Dezember 01, 2006

750 Jahre Lemberg

In Vertretung des Bürgermeisters habe ich im Wappensaal des Wiener Rathauses eine Briefmarkenausstellung anläßlich der Erstausgabe der Sondermarke "750 Jahre Lemberg" eröffnet. Das besondere an dieser Erstausgabe ist, dass erstmals eine Sondermarke mit einem Motiv aus Lemberg gleichzeitig in Österreich und in der Ukraine aufgelegt wird.

Am Foto sind neben mir der Botschafter der Ukraine, der Vorsitzende des Oblast Lemberg und einige Vertreter der österreichischen und ukrainischen Post.

Dienstag, November 28, 2006

Festival "Literatur im Herbst"

Am 10.11.2006 habe ich das Festival "Literatur im Herbst" eröffnet, eine Veranstaltung der Alten Schmiede im Odeon-Theater zu dem Thema "Literatur aus Griechenland". Das Foto zeigt mich mit dem griechischen Schriftsteller Petros Markaris, der sich in seinem Festvortrag dem Thema "Hellenozentrismus und Multikulturalismus: Offene Grenzen - Migration - Neue Literatur" widmete.


Montag, November 27, 2006

Aviso: Ernst Woller eröffnet Modeperformance "Spirit of Mozart" am 2.12.2006

SPIRIT OF MOZART

BRATISLAVA * ZLIN * VIENNA
LIVE MODEPERFORMANCE!
close encounters* mozart3

Projektraum KulturAXE
1030 Wien, Esteplatz 7
Samstag, 2. Dezember 2006,19 Uhr

Begrüßung: Caroline Fekete-Kaiser, KulturAXE

Eröffnung: GR Ernst Woller, Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Kultur und Wissenschaft in Wien

Edith A'Gay, Wien & 23 DesignerInnen aus Bratislava und Zlin

Art direction: Julia Sabova (Bratislava), Sarka Siskova (Zlin)


(c) KulturAXE

Zu den zahlreichen Großveranstaltungen und Festivals des Wiener Mozartjahres 2006 will spirit of mozart einen eigenständigen Akzent setzen aus dem Bezirk, in dem Mozart seine letzte Ruhestätte fand. Dabei wird der Gedanke des Reisens und der Begegnungen erfasst. Mozart war einer der meistgereisten Künstler seiner Zeit und trat u.a. in Prag, Brünn und Bratislava auf. spirit of mozart ladet KünstlerInnen aus Bratislava und Zlin ein zur Präsentation ihrer Mozart Modeperformance im KulturAXE Projektraum. Eine Performance, die nach Präsentationen in Bratislava, Prag und Paris somit ihren Abschluss in Wien findet. Edith A'Gay, Wien, präsentiert Teile ihrer Mozart-Kollektion 'zart'.

Zu den Arbeiten aus Bratislava und Zlin: Präsentiert werden über 30 Kollektionsteile von 12 AkteurInnen. Die Arbeiten entstanden zum Thema "Mozart und seine Musik", inspiriert vom Genie Mozart's und seinem Leben und suchten die Beziehung zwischen seiner Musik und den entstandenen Design-Exponaten. Die Materialvorgabe richtete sich auf Recycling-Textilware - das Alte, "Tradierte" aufbereiten in neuen Zusammenhängen. So wie die Zeit die Qualität überprüft, so bereichern neue Ideen ein altes Material.

Ausstellungsdauer Mode-Exponate & Fotografie bis 29.12.2006

Mittwoch, November 22, 2006

Neue künstlerische Leitungen für Schauspielhaus und dietheater


Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny präsentierte am Mittwoch Andreas Beck als neuen künstlerischen Leiter des Wiener Schauspielhauses und Haiko Pfost & Thomas Frank als kommendes Leitungsduo von dietheater. Sie übernehmen die Häuser jeweils mit der Saison 2007/2008, die Verträge sind auf vier Jahre ausgelegt. Für dietheater wird, so Mailath, die Subvention der Stadt Wien auf 1,5 Millionen Euro aufgestockt, um die Weiterentwicklung, auch unter Einbeziehung neuer Spielorte, darunter das Kabelwerk Meidling, gewährleisten zu können. Die Neubesetzungen, die nach einer Ausschreibung und der Empfehlung einer eigens eingesetzten Jury von Mailath-Pokorny in Abstimmung mit den KultursprecherInnen der SPÖ, Ernst Woller und der Grünen, Marie Ringler getroffen wurden, führen den Bogen der Wiener Theaterreform weiter, die vor drei Jahren gestartet wurde, so Mailath-Pokorny. Für das Schauspielhaus lagen 66, für dietheater 22 Bewerbungen vor. Die Kultursprecherin der Grünen, Marie Ringler und der SPÖ-Kultursprecher Ernst Woller unterstrichen ebenfalls die positive Sicht der Neubestellungen für die beiden Theater als wichtigen Schritt im Rahmen der Theaterreform und als gute Zukunftsperspektive für die Wiener Theaterszene.



v.li.n.re.: Thomas Frank (neue Leitung dietheater), StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Haiko Pfost (neue Leitung dietheater), Andreas Beck (neuer Leiter Schauspielhaus), Marie Ringler (Kultursprecherin der Grünen) und Ernst Woller (SPÖ-Kultursprecher)

Klare Profile für beide Häuser


Mailath-Pokorny verwies auf die Erfolge der von der SPÖ und den Grünen gemeinsam getragenen Theaterreform, die nun mit den neuen Leitungen für zwei wichtige Wiener Theater weiter geführt werden sollen. Es gebe aufgrund der vorgelegten Konzeptionen der neuen Leitungen klare Vorstellungen über die Profile der Theater. Das Schauspielhaus werde als Autorentheater der Gegenwartsdramatik verpflichtet sein, dietheater interdisziplinären Spielformen und Koproduktionsmodellen Raum geben. Für die Wiener Theaterszene sei eine weitere Belebung zu erwarten. Mailath dankte auch den beiden bisherigen leitenden Persönlichkeiten der beiden Theater, Airan Berg und Christian Pronay für die von ihnen geleistete sehr gute Arbeit.

Andreas Beck: Schneise für österreichische Gegenwartsdramatik


Eine "Schneise für die österreichische Gegenwartsdramatik", aber auch für internationale Theatermacher will Andreas Beck im Schauspielhaus schlagen. Beck, 1965 in Mühlheim/Ruhr geboren, nach Stationen u. a. in München, Stuttgart und Hamburg seit 2002/03 Dramaturg am Burgtheater mit dem Schwerpunkt Gegenwartsdramatik und Autorenentwicklung und für den Spielort Kasino verantwortlich, will im Schauspielhaus seinen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit Autoren setzen und Texte gemeinsam mit ihnen am Theater weiter entwickeln. Die bisherigen Traditionen und Qualifikationen des Hauses sollen dabei durchaus berücksichtigt werden, mit dem Aufbau eines kleinen Ensembles will er die notwendigen Bedingungen für seine Vorstellungen eines Theaters der Zeitgenossen, der Gegenwartsdramatik und der neuesten Ästhetik und Spielweisen schaffen.


dietheater als internationales Produktionszentrum für interndisziplinäre Darstellende Kunst


Als internationales Produktionszentrum für interdisziplinäre Darstellende Kunst wollen die zuletzt in Berlin tätigen Theatermacher Haiko Pfost und Thomas Frank dietheater positionieren. Sie streben eine europäische Verknüpfung mit dynamischen Produktionsnetzwerken an, die flexibel auf die Erfordernisse zeitgenössischer Darstellender Kunst in einem weit gesteckten Rahmen reagieren können. Die um das Kabelwerk und wahrscheinlich auch um das Theater des Augenblicks erweiterten Spielstätten sollen sowohl als Produktionsorte zur Verfügung stehen wie auch in Koproduktionen Theater über den klassischen Textdiskurs hinaus anbieten. Die urbanen und sozialen Bedingungen Wiens, die Auseinandersetzung zwischen den Künstlern und dem Publikum und die Diskurse im internationalen Theater sind einige der geplanten Programmkoordinaten für dietheater. Haiko Pfost und Thomas Frank sind beide 1972 geboren und haben bereits vielfältige Tätigkeiten im Theaterbereich absolviert, wobei die Entwicklung neuer Formen und Szenen im Vordergrund stand. Pfost kuratierte u. a. die Zwischennutzung des Palasts der Republik in Berlin, Frank ist derzeit Kurator und Dramaturg der Berliner Sophiensäle.


Kabelwerk als Kulturzentrum im Süden Wiens


Das Kabelwerk solle zu einem niederschwelligen Kulturzentrum im Süden Wiens entwickelt werden, so Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny in der Pressekonferenz. Die derzeitigen Betreiber, der Bezirk und der derzeit agierende Leiter von dietheater, Christian Pronay sowie die neue Leitung sollen ein Konzept für diesen Ort mit seinem hohen Potential entwickeln, es sei auch geplant, erhebliche Mittel in ein entsprechendes Bau- und Investitionsprojekt einzubringen. Dieses Projekt wird auch von der Meidlinger Bezirksvorsteherin Gabriele Votava begrüßt und unterstützt, die damit ihre Bemühungen um eine Kulturzentrum in diesem Bereich vor einem erfolgreichen Abschluss sieht. Bereits bisher habe es im Kabelwerk eine erfolgreiche und publikumswirksame Zwischennutzung gegeben.

Dienstag, November 21, 2006

Wiener Kulturbudget 2007 - Ernst Woller: "Mehr Geld für Wiens Kultur!"

"Es ist erfreulich, dass es auch im nächsten Jahr eine Steigerung des Kulturbudgets geben wird, und zwar um 5,5 Prozent", sagte gestern Abend der Kultursprecher der SPÖ-Wien, Gemeinderat Ernst Woller, im Rahmen der Spezialdebatte zu Kultur und Wissenschaft im Rahmen der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat. "Das ist eine höhere Steigerung als das Budget der Stadt Wien steigt."

Insgesamt gebe es im nächsten Jahr mehr Mittel für Wiens Kultur als lediglich die Erhöhung des Kulturbudgets um 10,8 Millionen Euro: "Da 30 Mio Euro an Förderungen für das Mozartjahr wegfallen, steht der Kultur noch mehr Geld zur Verfügung", so Woller weiter. Deshalb könne auch der erhöhte Finanzbedarf des Theater an der Wien als neues Opernhaus gesichert werden. Das Haus habe sein erstes Jahr als Opernhaus im Mozartjahr sehr erfolgreich bestanden. "Alle gesetzten Ziele wurden weit übertroffen, es gab herausragende Aufführungen und eine 95prozentige Auslastung." Das Mozartjahr habe Wiens Image nachhaltig verbessert und Menschen in allen Teilen der Stadt erreicht.

Der erfolgreiche Weg des Theater an der Wien werde auch im kommenden Jahr weitergeführt - "es wird zehn Neuproduktionen im Opernbereich, Barockpern, aber auch Zeitgenössisches geben", so Woller. "Erst vor wenigen Tagen hat die umjubelte Aufführung von "I Hate Mozart" gezeigt, dass das Theater an der Wien längst im 21. Jahrhundert angekommen ist."

Darüber hinaus sei auch die "kleine Theaterreform" auf einem guten Weg: "Es gibt für eine Vielzahl von freien Gruppen erstmals langfristige Förderungen." Nachhaltige Reformen hätten auch die Symphoniker umgesetzt, die "als Kulturbotschafter Wiens international große Erfolge feiern."

Ein weiterer Schwerpunkt sei der Film: "Die Viennale konnte heuer ein Rekordjahr mit 88.900 BesucherInnen verzeichnen, das Gartenbaukino hat sein bestes Jahr seit der Übernahme durch die Viennale erlebt." Im Bereich Bildende Kunst seien Projekte von Kunst im öffentlichen Raum erfolgreich: "Dazu zählt der Kunstplatz Karlsplatz - in wenigen Tagen wird die Westpassage mit einer bemerkenswerten Medieninstallation eröffnet." Wesentlich sei auch die Entscheidung für die Errichtung eines Mahnmals für die homosexuellen und transgender Opfer des Nationalsozialismus.

"Kultur ist Teil der hohen Wiener Lebensqualität - das Budget 2007 trägt dazu bei, dass es auch weiterhin so bleibt", schloss Woller.

Samstag, November 18, 2006

Radweg- und Fußgängerunterführung Löwengasse - Der Donaukanal vor der Haustür

Die Anbindung des Wohnviertels im Bereich Löwengasse/Dampfschiffstraße an das Ufer des Donaukanals ist ein wichtiges Projekt für das Weißgerberviertel, eine langjährige Forderung der SPÖ, dessen Realisierung nun im Gange ist. Auf der Website meiner Sektion, der SPÖ-Weißgerber, finden Sie weitere Informationen:

das_weißgerberviertel: Für Sie bereits erreicht: Radweg- und Fußgängerunterführung Löwengasse - Der Donaukanal vor der Haustür

„I Hate Mozart“ – Theater an der Wien ist im 21. Jahrhundert angekommen

Ernst Woller: Das Theater an der Wien, das neue Opernhaus der Stadt Wien, ist mit der Uraufführung der Oper „I Hate Mozart“ im 21. Jahrhundert angekommen.
Hocherfreut zeigt sich SPÖ-Gemeinderat Ernst Woller über den großartigen Erfolg der Uraufführung von „I Hate Mozart“, einem Auftragswerk der Stadt Wien im Rahmen des Mozartjahres 2006.

Diese erfolgreiche Produktion in der bisherigen Musicalspielstätte und nunmehrig neuen Opernhaus der Stadt Wien, zeigte eindrucksvoll, dass die Entscheidung völlig richtig war: Das Theater an der Wien ist das ideale Mozart-Haus und das neue Wiener Operhaus für die Werke Mozarts, die Barockoper und Opern des 20. und 21. Jahrhunderts.


Bernhard Lang, Michael Sturminger und
Gemeinderat Ernst Woller bei der Uraufführung am 8.11.2006


Michael Sturminger (Libretto und Regie) und Bernhard Lang (Musik) bieten mit ihrer Opera buffa „I Hate Mozart“ (Uraufführung am 8.11.2006 am Theater an der Wien) einen Blick hinter die Kulissen einer Opernproduktion und lassen das Publikum teilhaben am künstlerischen Alltag: „[…] vom Vorsingen über die Proben bis zum Premierenjubel, wir erleben den italienischen Stardirigenten in seinen schlampigen Verhältnissen zwischen der mit allen Business-Tricks vertrauten Diva und der begabten Nachwuchs-Sopranistin aus Osteuropa, wir erleben Preisverleihung und Agenten-Ranküne, künstlerische Versagensängste und Niederlagen in Liebesdingen.“ (Monika Mertl im Magazin des Theaters an der Wien, Ausgabe 6, 2006)

Freitag, November 10, 2006

Kontrollamtsbericht würdigt Reformkurs der Wiener Symphoniker

"Die Reform der Wiener Symphoniker ist auf einem guten Weg", erklärte heute der Vorsitzende des Kulturausschusses, Gemeinderat Ernst Woller, in einer Reaktion auf den aktuellen Kontrollamtsbericht. "Das Kontrollamt kritisiert zwar zu Recht eine äußerst zögerliche Reformbereitschaft des Vereins Wiener Symphoniker in der Vergangenheit, würdigt aber die Reformschritte, die seit 2005 mit der Reorganisation des Vorstandes und der Ernennung eines neuen Geschäftsführers gesetzt wurden."

So habe der Verein bereits umfassende Einsparungs- und Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. "Auch künstlerisch ist das Orchester hervorragend unterwegs und feiert große Erfolge, zuletzt als "Kulturbotschafter der Stadt Wien" bei der soeben zu Ende gegangenen Japan-Tournee", so Woller. Neben der erfolgreichen Neupositionierung als Opernorchester am Theater an der Wien und einer Reihe von Maßnahmen zur Erschließung neuer Publikumsschichten habe eine Reihe von weiteren künstlerischen und wirtschaftlichen Maßnahmen bereits positive Ergebnisse gebracht, darunter die Einführung eines flexiblen Arbeitszeitmodells, eine deutliche Steigerung der Auftritte und der Auslastung sowie eine Steigerung der Deckungsbeiträge bei Tourneen und Gastspielen. "Die Reform der Vereinsstruktur, personelle Änderungen sowie ein zeitgemäßes Organisationsmanagement sind zusätzliche Weichenstellungen für eine solide betriebswirtschaftliche Basis in der Zukunft."

In Anerkennung der in Angriff genommenen Reformmaßnahmen habe die Stadt Wien durch eine Verpflichtungserklärung die Zukunft des Wiener Traditionsorchesters gesichert, damit aber gleichzeitig die Umsetzung weiterer Reformschritte verknüpft.

Freitag, Oktober 27, 2006

Ernst Woller eröffnet Ausstellung "Druckgraphik aus Bulgarien"

Am 25.10.2006 eröffneten Dr. Philipp Maurer, Offizin für Druckgraphik, und Gemeinderat Ernst Woller, Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Kultur und Wissenschaft, die Ausstellung „Druckgraphik aus Bulgarien“: Ein kultureller Beitrag zum Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union.
Die Ausstellung ist noch bis Jahresende jeden Mittwoch in ungeraden Wochen ab 19.30 Uhr in der Galerie auf der Weißgerberlände, Weißgerberlände 24, sowie gegen Terminvereinbarung (Telefon 0664-4207604, Ernst Woller) zu besichtigen.








Gemeinderat Ernst Woller mit dem Kurator der Ausstellung, Dr. Philipp Maurer

Copyright: Jobst Christian

„Mit seiner Druckgraphik hat Bulgarien eine weltweit beachtete kulturelle Stellung erreicht. Mit Dr. Philipp Maurer konnten wir einen großen Kenner und Experten als Kurator gewinnen, der sich um den kulturellen Austausch zwischen Bulgarien und Österreich fortgesetzt bemüht und einsetzt. Mit dieser Ausstellung wollen wir einen weiteren kulturellen Beitrag zum nahen Beitritt Bulgariens zu Europäischen Union leisten.“ meint Ernst Woller in seinen Eröffnungsworten.

Die in der Galerie auf der Weißgerberlände ausgestellten Werke vermitteln einen Eindruck von der vielfältigen Geschichte des Landes am Schwarzen Meer: So geben einige Graphiken Eindrücke der sagenhaften Welt griechischer Mythologie wieder, andere widmen sich sakralen Themen, die von der osmanischen Besatzungszeit herrühren. Die Auseinandersetzung bulgarischer Künstler mit der Stilrichtung des sozialistischen Realismus erfährt eine besondere Würdigung.

Einen Einblick in die Ausstellung und die bulgarische Druckgraphik bietet auch die Website des Vereins für „Kultur im Dritten“.

Die Galerie auf der Weißgerberlände

Seit knapp 25 Jahren zeigt die SPÖ-Weißgerber in ihrem Sektionslokal Werke vor allem junger KünstlerInnen. Akzente werden in jenen Bereichen der Kunst gesetzt, die man/frau sich leisten kann. So kann z.B. im Bereich der Druckgraphik hervorragende Kunst bereits ab 50 Euro erworben werden.

„Kunst soll jedem offen stehen und Kunst muss nicht zwingend teuer sein, um das Herz eines Kunstinteressierten zu erfreuen. Mit unserer Galerie ermöglichen wir einem breiten Publikum Zugang zu fantastischer Kunst und jungen KünstlerInnen ein Forum für ihre Werke und Botschaften.“ so Ernst Woller, der gemeinsam mit Burghart Bartl die Idee einer Galerie vor 25 Jahren initiierte.









Burghart Bartl (Mitte) betreut seit knapp 25 Jahren die Galerie der SPÖ-Weißgerber

Viele andere Sektionen der Wiener Sozialdemokratie sind mit der Zeit dieser kulturellen Arbeit mit Vorzeigewirkung gefolgt und ermöglichen oft noch unbekannten KünstlerInnen Fuß zu fassen und ihre Werke einem breiteren Publikum zu präsentieren.

Mittwoch, Oktober 25, 2006

Gemeinderatssitzung am 25.10.2006: Für historische Aufarbeitung des Massenmordes an Armeniern im Osmanischen Reich!

"Aufhetzen und Vorurteile schüren statt seriöser Auseinandersetzung - das ist das übliche Spiel der FPÖ, bei dem wir sicher nicht mitmachen werden", sagte heute der Wiener SPÖ-Gemeinderat Ernst Woller zu einem FPÖ-Antrag zum Thema "Völkermord an den Armeniern" im Wiener Gemeinderat. "Dass sich die FPÖ nicht wirklich eingehend mit dem Thema auseinandergesetzt haben kein, zeigt auch, dass sie sich die Textbausteine für den Antrag 1:1 aus dem Internet herauskopiert hat."

Es bestehe kein Zweifel daran, dass auch die Türkei zu ihrer Geschichte bzw. Vorgeschichte im Osmanischen Reich stehen und einen eigenen Beitrag zur Verbesserung der Beziehungen zu Armenien leisten müsse, so Woller weiter. "Aber darum geht es der FPÖ offensichtlich nicht wirklich."

Dass einzelne EU-Länder oder gar der Wiener Gemeinderat einseitig über Dritte ein historisches Urteil fällen - wie zuletzt das französische Parlament - sei äußerst problematisch, "haben doch auch und gerade viele europäische Staaten sehr dunkle Kapitel in ihrer Geschichte und Vorgeschichte zu verantworten, die bis heute von manchen beharrlich geleugnet werden."

Sinnvoll sei der Vorschlag einer gemeinsamen Aufarbeitung der historischen Ereignisse durch die EU und die Türkei: "Die Frage gehört eindeutig auf dieser Ebene - und nicht im Wiener Gemeinderat - diskutiert und aufgearbeitet!" schloss Woller.

Bericht zu dieser Debatte im Wiener Gemeinderat in "Wien Heute"

Zur Debatte im Wortprotokoll der 13. Sitzung des Wiener Gemeinderates am 25.10.2006

Gemeinderatssitzung am 25.10.2006: Wien braucht ein starkes, konfliktfreudiges und politisch bewusstes Stadttheater!

"Wir haben in Wien eine sensationelle Entwicklung im Tourismus - das ist auch darauf zurückzuführen, dass Wien in die Sparte Kunst und Kultur investiert", sagte heute der Wiener SPÖ-Kultursprecher, Gemeinderat Ernst Woller, im Rahmen der Debatte zur Subvention für das Wiener Volkstheater im Wiener Gemeinderat. "Wien ist vor allem auch eine lebendige Theaterstadt, die Theater auf- und nicht zusperrt."

Die Vielfalt der Wiener Theaterlandschaft spiegle sich auch in dem Nebeneinander von großen und kleinen - institutionellen und freien - Theatern wider, so Woller. " Im Rahmen der Theaterreform sind die Förderungen für die Off-Szene von 14 auf 23 Mio Euro erhöht worden - das ist eine Steigerung von 64 Prozent in 6 Jahren!" Ein gegenseitiges Ausspielen von großen und kleinen Theatern sei nicht sinnvoll und abzulehnen.

Wien brauche aber auch ein starkes, konfliktfreudiges, politisch bewusstes und erfolgreiches Stadttheater, so Woller. "Das Volkstheater unter Michael Schottenberg erfüllt diesen Anspruch ausgezeichnet." Schottenberg habe bereits in seiner ersten Saison mit seinen Stücken Stellung bezogen und spannende junge Regisseure verpflichtet. Als neue Spielstätten habe Schottenberg den Hundsturm oder das Belllaria-Kino erschlossen. "Mit dem Hitler-Zimmer hat Schottenberg auch eine große Architektur-Diskussion angefacht und einen vollkommen neuen Ort für szenische Projekte zur Zeitgeschichte geschaffen."

Wenn der Gemeinderat heute eine Zusatzsubvention von 450.000 Euro für das Volkstheater beschließe, sie dies notwendig, "um den erfolgreichen Weg dieses Hauses fortsetzen zu können", unterstrich Woller. "Die Unterlagen sind bis ins Detail geprüft worden und waren auch für alle Parteienvertreter zugänglich." Der Zusatzbedarf des Theaters sei erklärbar, "weil es einen Direktionswechsel gegeben hat, es eine neue Dramaturgie gibt, Abfertigungen und Pensionsrücklagen notwendig geworden sind und auch, weil es Mindererlöse gegeben hat." Das Volkstheater sei bekanntermaßen seit Jahren chronisch unterdotiert und "muss seit 7 Jahren mit Subventionskürzungen des Bundes von jährlich 660.000 Euro leben." Seit 2000 habe das Theater 4,6 Mio Euro weniger an Förderungen vom Bund erhalten. "Während die Stadt Wien in den letzten 9 Jahren die Förderungen stetig um 9,4 Prozent erhöht hat, hat der Bund aus offensichtlich politischen Gründen die Förderungen um 13,6 Prozent gekürzt." Um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, springe Wien mit der Hälfte der notwendigen Mittel ein - "in der Hoffnung, dass der Bund die andere Hälfte übernimmt."

Ein großes Theater wie das Volkstheater könne ohne Subventionen gar nicht existieren: "Schaut man sich die Bühnenstatistik an, wird man erkennen, dass zum Beispiel das Klagenfurter Stadttheater mit 118,26 Euro pro Zuschauer, das Volkstheater dagegen mit nur 58 Euro subventioniert wird."

Wenn die Wiener Oppositionsparteien gegen die Förderung für das Volkstheater stimmen, sollen sie Alternativen nennen. "Wir stehen jedenfalls zum Volkstheater, zu seinen MitarbeiterInnen und dem Ensemble. Ein Kaputtsparen und Zusperren von engagierten und erfolgreichenTheatern in Wien wird es mit der SPÖ sicher nicht geben!" schloss Woller.